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Flattr & me

Februar 28th, 2012 · 3 Kommentare

Man kann mich jetzt flattrn!

Das sieht man an den Buttons unter den Artikeln und oben Links auf meinem Blog. Auch meinen Twitteraccount kann man flattrn, wenn man möchte.

Was ist Flattr und warum nutze ich es?
Die Absichten sind etwas unterschiedlich, das erkläre ich nach dem einführenden Video:

(Video von bonqis auf Youtube)

Falls jemand nicht so gut englisch kann, es gibt das Video auch in deutsch. Die englische Stimme ist allerdings etwas angenehmer.

Wir sehen also: Flattr soll dazu dienen, den Erstellern von Internet-Inhalten eine Zuwendung in Form von Anerkennung und Geld zu kommen zu lassen.

Also: Warum nutze ich Flattr?

Nein, ich nutzte Flattr nicht, weil ich Geld mit meinen Inhalten verdienen möchte!

Ich nutze Flattr weil ich die Idee großartig finde eine Kultur von Anerkennung zu fördern…

Flattr ist ein duales System zur Verteilung von Anerkennung:

  • Einerseits durch die Darstellung der Klickzahl
  • andererseits durch Geld, was über Flattr zugewiesen wird.

Das zugeteilte Geld kann, wie man im Video sieht, sehr unterschiedlich ausfallen. Dies hängt davon ab,

  • wieviel jemand als monatlichen Abonnementsbetrag in Flattr angibt und
  • wieviel jemand im Monat flattrt.

Das interessante an Flattr ist, dass jemand der nur über wenig Geld verfügt genauso flattrn und damit seine Anerkennung ausdrücken kann, wie jemand der viel Geld für das Flattrn ausgeben kann.

Man stelle sich vor, man würde dieses Prinzip aus dem Internet in die “echte Welt” übertragen. Mit dem Smartphone (was wohl bald jeder haben wird) ist das durchaus vorstellbar.

Man könnte zum Beispiel den Herrn von der Straßenreinigung flattrn und ihm damit zeigen, dass man seine Arbeit wichtig findet (und lässt ihm zudem einen Teil des Flattr-Budgets zukommen).

Es gibt sehr viel Arbeit, die sehr wenig Würdigung erfährt.
Die Bezahlung drückt diese Würdigung (leider) nicht angemessen aus.
Vielleicht kann dies aber das Prinzip Flattr?

Wenn der Herr von der Straßenreinigung bemerkt, dass wieder 1 oder 2 neue Leute mehr seine Arbeit zu schätzen wissen, dann geht dieser mit einer anderen Motivation an die Arbeit, obwohl sie vielleicht schlecht bezahlt wird.

Ein anderes Beispiel könnte die ehrenamtliche Trainerin vom Schultennisverein sein, die plötzlich neue Form von sichtbarer Anerkennung für ihre unbezahlte Arbeit bekommt.

Was muss man an Flattr kritisieren?

Ich will nicht Flattr in den Himmel heben, sondern die Idee und das Potential dahinter beschreiben. Flattr ist in Deutschland inzwischen relativ etabliert. Ein ähnliches Prinzip wie Flattr verfolgt beispielsweise auch Kachingle. Kritisieren an Flattr lässt sich z.B. die relativ hohe Gebühr von 10% des Monatsbetrags und, dass der Service nicht dezentral aufgebaut ist.

Mein Fazit: Die Idee ist großartig und unterstützenswert! An der Umsetzung muss noch gearbeitet werden.

Tags: Gesellschaft · Informationstechnologie · Internet

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