Die Führungen von CDU und FDP sind sich offenbar einig:
Führung von SPD und Grünen hat ebenso bereits ihre Zustimmung zu Gauck signalisiert, immerhin war es bereits 2010 ihr Wunschkandidat.
Eine Abstimmung mit der Basis über den Kandidaten wird es wohl nicht geben.
Auch Gauck hat unter der Bedingung von den großen Volksparteien unterstützt zu werden zugestimmt:
Da die Partei DIE LINKE, sowie einzelne Delegierte von Freien Wählern, NPD, Piraten und SSW zu wenig Stimmgewicht haben, um dem etwas entgegen zu setzen, kann man von Joachim Gauck als nächstem Bundespräsidenten ausgehen.
Hiermit vorab Glückwünsche an Joachim Gauck!
Was sollen wir nun davon halten?
Wulff ist abgetreten, wegen moralischer Fragwürdigkeit. Was rechtlich an den Vorwürfen dran ist, wird man sicher noch erfahren.
Nun kommt Gauck! Ein DDR-Bürgerrechtler und damit ein moralisch würdiger Nachfolger? Definitiv: Nein!
Gauck ist der falsche Kandidaten zur falschen Zeit!
Was ist dran an meinem überspitzten Vorwurf?
Viel zu vieles:
Wulff hat zumindest was die Einsicht anging, dass es auch muslimische Deutsche gibt, einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ob mit Gauck eine Solidarisierung mit denjenigen, die in unserem Staat weniger privilegiert, sind möglich ist, ist fraglich.
Wer sich noch intensiver mit den Fails unseres kommenden Bundespräsidenten auseinandersetzen möchte, dem sei dieses Pad von Piraten und Unterstützern empfohlen.
Wir dürfen uns also, in Zeiten von Finanzkrisen und der Verschärfung der Spannungen zwischen Arm und Reich, auf Gauck freuen…
Die Führungen von CDU und FDP sind sich offenbar einig:
https://twitter.com/#!/Mitgezwitschert/status/171314759529021440
Führung von SPD und Grünen hat ebenso bereits ihre Zustimmung zu Gauck signalisiert, immerhin war es bereits 2010 ihr Wunschkandidat.
Eine Abstimmung mit der Basis über den Kandidaten wird es wohl nicht geben.
Auch Gauck hat unter der Bedingung von den großen Volksparteien unterstützt zu werden zugestimmt:
https://twitter.com/#!/SZ_TopNews/status/171264035520651265
Da die Partei DIE LINKE, sowie einzelne Delegierte von Freien Wählern, NPD, Piraten und SSW zu wenig Stimmgewicht haben, um dem etwas entgegen zu setzen, kann man von Joachim Gauck als nächstem Bundespräsidenten ausgehen.
Hiermit vorab Glückwünsche an Joachim Gauck!
Was sollen wir nun davon halten?
Wulff ist abgetreten, wegen moralischer Fragwürdigkeit. Was rechtlich an den Vorwürfen dran ist, wird man sicher noch erfahren.
Nun kommt Gauck! Ein DDR-Bürgerrechtler und damit ein moralisch würdiger Nachfolger? Definitiv: Nein!
Gauck ist der falsche Kandidaten zur falschen Zeit!
https://twitter.com/#!/Mitgezwitschert/status/171274209975209985
Was ist dran an meinem überspitzten Vorwurf?
Viel zu vieles:
Gauck ist nicht gegen die Vorratsdatenspeicherung aber dafür gegen Whistleblowing
Gauck hält nicht viel vom Einsatz für den Sozialstaat
Gauck hält Occupy-Proteste für albern
Gauck attestierte Sarrazin Mut
Wulff hat zumindest was die Einsicht anging, dass es auch muslimische Deutsche gibt, einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ob mit Gauck eine Solidarisierung mit denjenigen, die in unserem Staat weniger privilegiert, sind möglich ist, ist fraglich.
Wer sich noch intensiver mit den Fails unseres kommenden Bundespräsidenten auseinandersetzen möchte, dem sei dieses Pad von Piraten und Unterstützern empfohlen.
Wir dürfen uns also, in Zeiten von Finanzkrisen und der Verschärfung der Spannungen zwischen Arm und Reich, auf Gauck freuen...
Tags: Gesellschaft · Politik
… noch nicht!
Worum es geht?
Um diejenigen Piraten, welche dabei sind, sich auf Kandidatenlisten zur Bundestags- und anderen Wahlen zu bewerben.
Wenn ich ins Wiki der Brandenburger Piraten schaue, dann finde ich Niemanden, von dem ich überzeugt bin, ihn (oder sie) am Ende im Bundestag zu sehen.
Ich habe gewiss nichts gegen euch, ich bin schlicht (noch) nicht überzeugt! Ich nehme an, dass dies ein Gefühl ist, was einige der anderen Piraten mit mir teilen. Sei es für Wahlen zu Landtagen, Vorständen oder zur Bundestagswahl.
Für die fehlende Überzeugung gibt es verschiedene Gründe.
Einige von euch sind schon länger dabei, arbeiten teilweise auch lange aktiv mit. Dennoch fehlt mir das gewisse Extra, euch tatsächlich im Bundestag sehen zu wollen. Kommt das noch?
Viele von euch sind erst seit 2011 oder 2012 in der Piratenpartei, manche von euch kenne ich gar nicht. Es spricht nichts dagegen, auch als “Neuling” zu kandidieren. Ich finde es ausdrücklich gut, wenn ihr euch früh zu eurer Kandidatur äußert, denn so gebt ihr mir die Möglichkeit, euch zu beobachten und besser kennenzulernen.
Ich bin kein Freund von abwarten und absprechen!
Ich habe ein Problem damit, wenn ich euch nicht kenne.
Ich sage klar: Ich wähle niemanden, den ich nicht kenne!
Ich kann, denke ich, behaupten einer der aktivsten Piraten im Landesverband Brandenburg zu sein. Ich bekomme relativ gut mit, was bei uns passiert.
Wenn ich euch nicht (genug) kenne, dann macht ihr eventuell etwas falsch?
Die Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl wird auf einem Landesparteitag stattfinden. Gut möglich, dass ihr aktiv in eurem Kreis- oder Regionalverband mitarbeitet. Euch dort zu profilieren, wird vielleicht genügen als Direktkandidat aufgestellt zu werden. Vielleicht aber auch nicht? Euch dort zu profilieren, wäre optimal, wenn ihr in die Kommunalwahl wollt!
Aber: Ich möchte Mitarbeit im Landesverband (oder Bundesverband) sehen!
Vielleicht wisst ihr es noch nicht? Aber dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten:
Was mich misstrauisch macht, sind Interessenten für alles!
“Ämter? Mandate? Egal, ich kandidiere!?”
Das Misstrauen ist eventuell nicht gerechtfertigt, manch einer ist nur eifrig. Doch manch anderer ist vielleicht gierig?
Viele Piraten haben eine Abneigung gegen Macht und Hierarchien. Wo uns das hingebracht hat, sehen wir in unserer Politik, in der Lobbyismus ein unerträgliches Level an Einfluss gewonnen hat.
Ich will keine Macht und ich will, dass unsere Kandidaten keine Macht wollen! Macht korrumpiert! Macht macht misstrauisch.
Wenn wir gewählt werden, bekommen wir macht. Das ist richtig!
Unsere Aufgabe als Piraten sollte es jedoch sein, diese Macht zu nutzen, um uns die Macht zu nehmen und sie allen zu geben.
Wir sind nicht nur eine Mitmachpartei. Wir sind auch eine Mitmachtpartei!
Beteiligung, das sind wir!
Zum einen, indem wir so transparent arbeiten, dass jeder unsere Entscheidungen nachvollziehen kann.
Zum anderen, indem wir neue Ideen zur Beteiligung aller entwickeln und indem wir den Betonköpfen der Altparteien zeigen, dass Herrschaftshörigkeit in Form von Fraktionsdisziplin im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen hat!
Beweist euch: Macht es vor!
Unabdingbar für mich euch zu wählen, ist auch euer Umgang mit den neuen Medien! Wer Wiki, Twitter, Liquid Feedback usw. nicht kann, hat bei mir keine Chance!
Um mit Parteibasis in Kontakt zu bleiben und mit Interessenten in Kontakt zu treten, ist dies unbedingt erforderlich.
Wir sind die Partei der Informationsgesellschaft und unsere Kandidaten sollten dort angekommen sein.
Beweist, dass ihr das verstanden habt. Engagiert euch weiter, engagiert euch mehr.
Einige sind bereits auf einem guten Weg.
Ihr habt noch etwas Zeit bis zu den Aufstellungsversammlungen.
Überzeugt mich!
... noch nicht!
Worum es geht?
Um diejenigen Piraten, welche dabei sind, sich auf Kandidatenlisten zur Bundestags- und anderen Wahlen zu bewerben.
Wenn ich ins Wiki der Brandenburger Piraten schaue, dann finde ich Niemanden, von dem ich überzeugt bin, ihn (oder sie) am Ende im Bundestag zu sehen.
Ich habe gewiss nichts gegen euch, ich bin schlicht (noch) nicht überzeugt! Ich nehme an, dass dies ein Gefühl ist, was einige der anderen Piraten mit mir teilen. Sei es für Wahlen zu Landtagen, Vorständen oder zur Bundestagswahl.
Für die fehlende Überzeugung gibt es verschiedene Gründe.
Einige von euch sind schon länger dabei, arbeiten teilweise auch lange aktiv mit. Dennoch fehlt mir das gewisse Extra, euch tatsächlich im Bundestag sehen zu wollen. Kommt das noch?
Viele von euch sind erst seit 2011 oder 2012 in der Piratenpartei, manche von euch kenne ich gar nicht. Es spricht nichts dagegen, auch als "Neuling" zu kandidieren. Ich finde es ausdrücklich gut, wenn ihr euch früh zu eurer Kandidatur äußert, denn so gebt ihr mir die Möglichkeit, euch zu beobachten und besser kennenzulernen.
Ich bin kein Freund von abwarten und absprechen!
Ich habe ein Problem damit, wenn ich euch nicht kenne.
Ich sage klar: Ich wähle niemanden, den ich nicht kenne!
Ich kann, denke ich, behaupten einer der aktivsten Piraten im Landesverband Brandenburg zu sein. Ich bekomme relativ gut mit, was bei uns passiert.
Wenn ich euch nicht (genug) kenne, dann macht ihr eventuell etwas falsch?
Die Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl wird auf einem Landesparteitag stattfinden. Gut möglich, dass ihr aktiv in eurem Kreis- oder Regionalverband mitarbeitet. Euch dort zu profilieren, wird vielleicht genügen als Direktkandidat aufgestellt zu werden. Vielleicht aber auch nicht? Euch dort zu profilieren, wäre optimal, wenn ihr in die Kommunalwahl wollt!
Aber: Ich möchte Mitarbeit im Landesverband (oder Bundesverband) sehen!
Vielleicht wisst ihr es noch nicht? Aber dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten:
Wir suchen Mitarbeiter in der Presse und Öffentlichkeitsarbeit und in der Technik
Wir haben ein Wahlprogramm auszuarbeiten, in allen Gliederungen!
Wir brauchen engagierte Helfer und Planer für den Wahlkampf
Wir haben mehr oder weniger aktive Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise, arbeitet mit, aktiviert Arbeitskreise oder bildet neue!
Was mich misstrauisch macht, sind Interessenten für alles!
"Ämter? Mandate? Egal, ich kandidiere!?"
Das Misstrauen ist eventuell nicht gerechtfertigt, manch einer ist nur eifrig. Doch manch anderer ist vielleicht gierig?
Viele Piraten haben eine Abneigung gegen Macht und Hierarchien. Wo uns das hingebracht hat, sehen wir in unserer Politik, in der Lobbyismus ein unerträgliches Level an Einfluss gewonnen hat.
Ich will keine Macht und ich will, dass unsere Kandidaten keine Macht wollen! Macht korrumpiert! Macht macht misstrauisch.
Wenn wir gewählt werden, bekommen wir macht. Das ist richtig!
Unsere Aufgabe als Piraten sollte es jedoch sein, diese Macht zu nutzen, um uns die Macht zu nehmen und sie allen zu geben.
Wir sind nicht nur eine Mitmachpartei. Wir sind auch eine Mitmachtpartei!
Beteiligung, das sind wir!
Zum einen, indem wir so transparent arbeiten, dass jeder unsere Entscheidungen nachvollziehen kann.
Zum anderen, indem wir neue Ideen zur Beteiligung aller entwickeln und indem wir den Betonköpfen der Altparteien zeigen, dass Herrschaftshörigkeit in Form von Fraktionsdisziplin im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen hat!
Beweist euch: Macht es vor!
Unabdingbar für mich euch zu wählen, ist auch euer Umgang mit den neuen Medien! Wer Wiki, Twitter, Liquid Feedback usw. nicht kann, hat bei mir keine Chance!
Um mit Parteibasis in Kontakt zu bleiben und mit Interessenten in Kontakt zu treten, ist dies unbedingt erforderlich.
Wir sind die Partei der Informationsgesellschaft und unsere Kandidaten sollten dort angekommen sein.
Beweist, dass ihr das verstanden habt. Engagiert euch weiter, engagiert euch mehr.
Einige sind bereits auf einem guten Weg.
Ihr habt noch etwas Zeit bis zu den Aufstellungsversammlungen.
Überzeugt mich!
Tags: Gesellschaft · Piratenpartei · Politik
Gestern gab es eine Bundespressekonferenz mit Vertretern der Piratenpartei, welche in in der N24-Mediathek zu finden ist.
Auf der Pressekonferenz waren Sebastian Netz, Bernd Schlömer, Marina Weisband und S-H Spitzenkandidat Torge Schmidt anwesend.
Ich fand die Pressekonferenz insgesamt ganz gut, da die Partei korrekt nach außen vertreten wurde.
Die Presse-Reaktionen die im Laufe des Tages kamen haben mich aber nachdenklich gemacht.
Zum Beispiel die Gegenüberstellung des ZDF “Entwickeln sich die Piraten weiter?” oder der Artikel der Süddeutschen, der von Hannah Beitzer hier zugespitzt umschrieben wird:
Bei der Gegenüberstellung des ZDFs frage ich mich, warum nicht beispielsweise die Positionen zum Urheberrecht gegenübergestellt wurden. Ist da zu viel “C wie ZDF” im Hinterkopf oder ist eine Entwicklung im Bereich Urheberrecht irrelevant? Angesprochen wurde das Thema auf beiden gegenübergestellten Pressekonferenzen.
Das drängendste Thema zur Zeit ist wohl das Thema Eurokrise. Und ja: Die Piraten haben dazu noch keine Lösung!
Die Regierungen zerbrechen sich an diesem Thema die Köpfe und geben auch Antworten. Allerdings bisher keine, die zur Lösung des Problems führten.
Als eine außerparlamentarische Partei Antworten zu geben, ohne Lösungen zu bieten, hat genau keinen Wert.
Ich habe folgenden Verdacht:
Einerseits scheinen die Medien mit der Philosophie der Piraten noch nicht so richtig warm geworden zu sein. Ein Piratenvorstand wird (denn so will es die Basis!) bemüht sein, ausschließlich die Parteimeinung nach außen zu tragen. Wenn eigene Meinung, muss diese ganz klar als eigene Meinung gekennzeichnet sein! Da dies im Presseartikel schnell schwammig wird, lässt man es am besten.
Andererseits scheinen wir den Medien aber auch nicht vermitteln zu können, was ein Vorstand in der Piratenpartei ist!?
Der Vorstand ist:
- kein Ideengeber!
- keiner, der sagt wo es lang geht.
- laut Parteiengesetz notwendig.
- Verwaltungspersonal.
- Sprachrohr für die Parteimeinung.
Der Vorstand wird auch nicht so werden, wie Medienvertreter es gewohnt sind. Sollte es doch so sein, dann warnt uns, denn wir verlieren wichtigen einen Teil unserer Identität!
Wenn wir beginnen Hierarchien zu etablieren, beginnen wir so zu werden, wie wir nicht werden wollen.
Jetzt werde ich etwas orakeln:
Ich versuche am Beispiel Euro-Krise auszuspinnen, wie aus Sicht einer “Piraten-Gesellschaft” Regierungspolitik gemacht werden könnte. Nehmen wir also an die Piraten wären in Regierungsverantwortung und hätten bereits Reformen durchgeführt, um ihre Vorstellung von Demokratie zu ermöglichen.
Die Euro-Krise gibt es nicht erst seid gestern, sondern seit 2009! Es ist also inzwischen einige Zeit vergangen, genug Zeit also, um tatsächlich an Lösungen zu erarbeiten.
Als Piraten-Regierung hätte man die Bildung von Experten-Clustern gefördert. Wissenschaftler, Finanzexperten, informierte Bürger… bilden völlig parteiunabhängige Expertengruppen und erarbeiten verschiedene Lösungen. Die Regierung sorgt nur dafür, dass die Menschen die an Lösungen arbeiten möchten, dies tun können. Sie sorgt gleichermaßen dafür, dass alle nötigen Informationen zur Verfügung stehen. Die aus der Erarbeitung entstandenen Lösungen werden am Ende dem Volk zur Abstimmung gestellt.
Am Ende steht eine Lösung, die von der Mehrheit der Menschen getragen wird.
Das klingt natürlich utopisch! Aber: Es ist genau die Art wie Piraten innerparteilich Lösungen entwickeln, nur übertragen auf die Gesellschaft. Und das braucht eben seine Zeit! Insbesondere dann, wenn wie in der Piratenpartei, nur wenige, ehrenamtlich am Thema arbeiten.
Wir sind nicht hier, um Erwartungen zu erfüllen. Wir sind hier, um Politik zu verändern!
PS: Bei der Pauschalisierung “die Medien” soll sich bitte jeder angesprochen werden, der sich auch nach Lesen des Textes noch angesprochen fühlt.
Gestern gab es eine Bundespressekonferenz mit Vertretern der Piratenpartei, welche in in der N24-Mediathek zu finden ist.
Auf der Pressekonferenz waren Sebastian Netz, Bernd Schlömer, Marina Weisband und S-H Spitzenkandidat Torge Schmidt anwesend.
Ich fand die Pressekonferenz insgesamt ganz gut, da die Partei korrekt nach außen vertreten wurde.
Die Presse-Reaktionen die im Laufe des Tages kamen haben mich aber nachdenklich gemacht.
Zum Beispiel die Gegenüberstellung des ZDF "Entwickeln sich die Piraten weiter?" oder der Artikel der Süddeutschen, der von Hannah Beitzer hier zugespitzt umschrieben wird:
https://twitter.com/#!/HannahBeitzer/status/156753682250207232
Bei der Gegenüberstellung des ZDFs frage ich mich, warum nicht beispielsweise die Positionen zum Urheberrecht gegenübergestellt wurden. Ist da zu viel "C wie ZDF" im Hinterkopf oder ist eine Entwicklung im Bereich Urheberrecht irrelevant? Angesprochen wurde das Thema auf beiden gegenübergestellten Pressekonferenzen.
Das drängendste Thema zur Zeit ist wohl das Thema Eurokrise. Und ja: Die Piraten haben dazu noch keine Lösung!
Die Regierungen zerbrechen sich an diesem Thema die Köpfe und geben auch Antworten. Allerdings bisher keine, die zur Lösung des Problems führten.
Als eine außerparlamentarische Partei Antworten zu geben, ohne Lösungen zu bieten, hat genau keinen Wert.
Ich habe folgenden Verdacht:
https://twitter.com/#!/Mitgezwitschert/status/156759113362178048
Einerseits scheinen die Medien mit der Philosophie der Piraten noch nicht so richtig warm geworden zu sein. Ein Piratenvorstand wird (denn so will es die Basis!) bemüht sein, ausschließlich die Parteimeinung nach außen zu tragen. Wenn eigene Meinung, muss diese ganz klar als eigene Meinung gekennzeichnet sein! Da dies im Presseartikel schnell schwammig wird, lässt man es am besten.
https://twitter.com/#!/Mitgezwitschert/status/156759442648612864
Andererseits scheinen wir den Medien aber auch nicht vermitteln zu können, was ein Vorstand in der Piratenpartei ist!?
Der Vorstand ist:
kein Ideengeber!
keiner, der sagt wo es lang geht.
laut Parteiengesetz notwendig.
Verwaltungspersonal.
Sprachrohr für die Parteimeinung.
Der Vorstand wird auch nicht so werden, wie Medienvertreter es gewohnt sind. Sollte es doch so sein, dann warnt uns, denn wir verlieren wichtigen einen Teil unserer Identität!
Wenn wir beginnen Hierarchien zu etablieren, beginnen wir so zu werden, wie wir nicht werden wollen.
Jetzt werde ich etwas orakeln:
Ich versuche am Beispiel Euro-Krise auszuspinnen, wie aus Sicht einer "Piraten-Gesellschaft" Regierungspolitik gemacht werden könnte. Nehmen wir also an die Piraten wären in Regierungsverantwortung und hätten bereits Reformen durchgeführt, um ihre Vorstellung von Demokratie zu ermöglichen.
Die Euro-Krise gibt es nicht erst seid gestern, sondern seit 2009! Es ist also inzwischen einige Zeit vergangen, genug Zeit also, um tatsächlich an Lösungen zu erarbeiten.
Als Piraten-Regierung hätte man die Bildung von Experten-Clustern gefördert. Wissenschaftler, Finanzexperten, informierte Bürger... bilden völlig parteiunabhängige Expertengruppen und erarbeiten verschiedene Lösungen. Die Regierung sorgt nur dafür, dass die Menschen die an Lösungen arbeiten möchten, dies tun können. Sie sorgt gleichermaßen dafür, dass alle nötigen Informationen zur Verfügung stehen. Die aus der Erarbeitung entstandenen Lösungen werden am Ende dem Volk zur Abstimmung gestellt.
Am Ende steht eine Lösung, die von der Mehrheit der Menschen getragen wird.
Das klingt natürlich utopisch! Aber: Es ist genau die Art wie Piraten innerparteilich Lösungen entwickeln, nur übertragen auf die Gesellschaft. Und das braucht eben seine Zeit! Insbesondere dann, wenn wie in der Piratenpartei, nur wenige, ehrenamtlich am Thema arbeiten.
Wir sind nicht hier, um Erwartungen zu erfüllen. Wir sind hier, um Politik zu verändern!
PS: Bei der Pauschalisierung "die Medien" soll sich bitte jeder angesprochen werden, der sich auch nach Lesen des Textes noch angesprochen fühlt.
Tags: Bürgerrechte · Demokratie · Gesellschaft · Internet · Medien · Piratenpartei · Politik
Wulff badet dieser Tage in Unschuld und wird von vielen Teilen der Gesellschaft als alles andere als unschuldig angesehen.
Die Frage, was Schuld ist, ist gar nicht einfach zu beantworten.
Schuld ist nämlich immer abhängig davon, was ein Mensch für sittliche, ethisch-moralische oder gesetzliche Wertvorstellungen hat.
- Schuld ist davon abhängig, was deine Mitmenschen als Schuld empfinden, was dich deine Familie und deine Mitmenschen gelehrt haben.
- Schuld ist von den ethisch-moralischen Vorstellungen der eigenen Glaubensgemeinschaft abhängig.
- Schuld ist von den Gesetzen der Nationalstaaten abhängig.
So ist Schuld für einen deutschen Atheisten etwas anderes als Schuld für einen somalischen Sunniten.
Die “westliche Welt” hat wegen ihres Lebensstils einen riesigen Anteil daran Schuld, dass Menschen in Afrika in Armut leben. Rein rechtlich, haben wir am afrikanischen Elend keine Schuld.
Den meisten Menschen in Deutschland ist das Elend anderer Menschen völlig egal, auch wenn wir alle zu diesem Elend beitragen.
In Afrika werden “unschuldige Urlauber” von Terroristen entführt. In Afrika werden Schiffe überfallen die Rohstoffe afrikanischer Länder exportieren, welche von Afrikanern im Kampf um ihr Überleben, zum Zwecke unseres Luxus, gefördert wurden. Diese Schiffe werden durch die deutsche Marine gewaltsam gegen diejenigen somalischen Piraten verteidigt, denen dieser Überfall vielleicht das Überleben sichert.
Ist Schuld eine Sache des Standpunktes?
Bin ich schuldig, weil ich Sex vor der Ehe hatte? Ich fühle mich nicht schuldig!
Ich fühle mich schuldig, weil ich ein Rädchen eines Systems bin, welches weite Teile der Welt zum Zwecke ihres Wohlstands ausbeutet.
Ich fühle mich schuldig, weil ich durch meinen Fleischkonsum dafür sorge, dass dafür Tiere unter schlechtesten Bedingungen gehalten werden und sogar Menschen in anderen Teilen der Welt aus diesem Grund hungern.
Ich schäme mich dafür, in einer Gesellschaft zu leben, in der 90% der Menschen ihre Schuld nicht einmal erkennen.
Darum twitterte ich:
Ich versuche mal für mich Schuld zu definieren:
Da ich auch das getwittert habe, bekam ich schon einige Rückmeldungen. Es gab aber noch keinen Kommentar der den Satz für mich entkräftet hat oder mich dazu bewegt ihn zu ändern.
Vielleicht kommt dieser Kommentar aber auch noch?
Ergänzen kann man vielleicht:
- Schuld sind Menschen auch dann, wenn “die Tat” nicht persönlich ausgeführt wird.
- Sich an Stelle anderer zu befinden erfordert, sich auch in die Lage des anderen zu versetzen.
- Schuld für sich erfordert keine Bestrafung.
Update: Ein interessanter Kommentar hat mich darauf gebracht, dass der Satz die eigene Schuld am eigenen Unglück nicht berücksichtigt.
Wulff badet dieser Tage in Unschuld und wird von vielen Teilen der Gesellschaft als alles andere als unschuldig angesehen.
Die Frage, was Schuld ist, ist gar nicht einfach zu beantworten.
Schuld ist nämlich immer abhängig davon, was ein Mensch für sittliche, ethisch-moralische oder gesetzliche Wertvorstellungen hat.
Schuld ist davon abhängig, was deine Mitmenschen als Schuld empfinden, was dich deine Familie und deine Mitmenschen gelehrt haben.
Schuld ist von den ethisch-moralischen Vorstellungen der eigenen Glaubensgemeinschaft abhängig.
Schuld ist von den Gesetzen der Nationalstaaten abhängig.
So ist Schuld für einen deutschen Atheisten etwas anderes als Schuld für einen somalischen Sunniten.
Die "westliche Welt" hat wegen ihres Lebensstils einen riesigen Anteil daran Schuld, dass Menschen in Afrika in Armut leben. Rein rechtlich, haben wir am afrikanischen Elend keine Schuld.
Den meisten Menschen in Deutschland ist das Elend anderer Menschen völlig egal, auch wenn wir alle zu diesem Elend beitragen.
In Afrika werden "unschuldige Urlauber" von Terroristen entführt. In Afrika werden Schiffe überfallen die Rohstoffe afrikanischer Länder exportieren, welche von Afrikanern im Kampf um ihr Überleben, zum Zwecke unseres Luxus, gefördert wurden. Diese Schiffe werden durch die deutsche Marine gewaltsam gegen diejenigen somalischen Piraten verteidigt, denen dieser Überfall vielleicht das Überleben sichert.
Ist Schuld eine Sache des Standpunktes?
Bin ich schuldig, weil ich Sex vor der Ehe hatte? Ich fühle mich nicht schuldig!
Ich fühle mich schuldig, weil ich ein Rädchen eines Systems bin, welches weite Teile der Welt zum Zwecke ihres Wohlstands ausbeutet.
Ich fühle mich schuldig, weil ich durch meinen Fleischkonsum dafür sorge, dass dafür Tiere unter schlechtesten Bedingungen gehalten werden und sogar Menschen in anderen Teilen der Welt aus diesem Grund hungern.
Ich schäme mich dafür, in einer Gesellschaft zu leben, in der 90% der Menschen ihre Schuld nicht einmal erkennen.
Darum twitterte ich:
https://twitter.com/#!/Mitgezwitschert/status/155684247666049024
Ich versuche mal für mich Schuld zu definieren:
https://twitter.com/#!/Mitgezwitschert/status/155986497944813570
Da ich auch das getwittert habe, bekam ich schon einige Rückmeldungen. Es gab aber noch keinen Kommentar der den Satz für mich entkräftet hat oder mich dazu bewegt ihn zu ändern.
Vielleicht kommt dieser Kommentar aber auch noch?
Ergänzen kann man vielleicht:
Schuld sind Menschen auch dann, wenn "die Tat" nicht persönlich ausgeführt wird.
Sich an Stelle anderer zu befinden erfordert, sich auch in die Lage des anderen zu versetzen.
Schuld für sich erfordert keine Bestrafung.
Update: Ein interessanter Kommentar hat mich darauf gebracht, dass der Satz die eigene Schuld am eigenen Unglück nicht berücksichtigt.
Tags: Gesellschaft
Ducktail und ich haben einen gemeinsamen Podcast mit Thema dem Jahresrückblick 2011 aus Sicht von Mitgliedern der Piratenpartei Brandenburg aufgenommen. Der Podcast ist im Audioportal des Landesverbands Brandenburg der Piratenpartei Deutschland zu finden.
Themen waren unter anderem die Bundes- und Landesparteitage, der Wahlkampf, das sensationelle Ergebnis in Berlin und die Trojaner zum Jahresende.
Einen Namen für den Podcast suchen wir im Übrigen noch, ich wäre ja dafür eine Abstimmung über die interessantesten Namen zu machen. Tolle Vorschläge sind natürlich immer noch gern gesehen.
Es war unser erster Podcast, dafür ist er meiner Meinung nach ganz gut geworden. Ich hoffe ihr seht das ebenso. Über positive oder konstruktiv-negative Kommentare freuen wir uns natürlich sehr.
Viel Spaß beim Hören!
Link zum Podcast: Jahresrückblick 2011 Piratenpartei Brandenburg
Download: mp3 (ca. 134 MB), oga (ca. 24 MB)
Dauer: ca. 2h 26min (aufgenommen am 28.12.2011)
Update: Wir haben eine Umfrage zur Namensfindung gestartet ihr könnt euch hier beteiligen: Zur Umfrage
Gesprächspartner:
Hier eine (recht lange) Linkliste zu den im Podcast angesprochenen Themen:
Ergänzungen und Korrekturen:
1) Die korrekte Adresse der Landesgeschäftsstelle ist: Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam (hatte fälschlicherweise 1-3 gesagt)
2) Der erwähnte Heiko besucht Stadtverordnetenversammlungen im Barnim und nicht in der Uckermark.
3) Ich wusste natürlich was der Chronotyp ist, ich hatte nur den Antrag nicht im Kopf. 
4) Es sind sicher noch weitere Fails enthalten, ihr könnt gern kommentieren.
Ducktail und ich haben einen gemeinsamen Podcast mit Thema dem Jahresrückblick 2011 aus Sicht von Mitgliedern der Piratenpartei Brandenburg aufgenommen. Der Podcast ist im Audioportal des Landesverbands Brandenburg der Piratenpartei Deutschland zu finden.
Themen waren unter anderem die Bundes- und Landesparteitage, der Wahlkampf, das sensationelle Ergebnis in Berlin und die Trojaner zum Jahresende.
Einen Namen für den Podcast suchen wir im Übrigen noch, ich wäre ja dafür eine Abstimmung über die interessantesten Namen zu machen. Tolle Vorschläge sind natürlich immer noch gern gesehen.
Es war unser erster Podcast, dafür ist er meiner Meinung nach ganz gut geworden. Ich hoffe ihr seht das ebenso. Über positive oder konstruktiv-negative Kommentare freuen wir uns natürlich sehr.
Viel Spaß beim Hören!
Link zum Podcast: Jahresrückblick 2011 Piratenpartei Brandenburg
Download: mp3 (ca. 134 MB), oga (ca. 24 MB)
Dauer: ca. 2h 26min (aufgenommen am 28.12.2011)
Update: Wir haben eine Umfrage zur Namensfindung gestartet ihr könnt euch hier beteiligen: Zur Umfrage
Gesprächspartner:
Sven Pinke (Ducktail)
Christoph Brückmann (Mitgezwitschert/Chris Nain)
Hier eine (recht lange) Linkliste zu den im Podcast angesprochenen Themen:
Landesparteitag in Cottbus
Mitgliederentwicklung Brandenburg
Landesporgramm der Piratenpartei Brandenburg
Interview mit Sven Weller
Fukushima Mahnwachen
Liederbuchaktion
Stand der Verteilung der Liederbücher
Mitgliederbetreuung
Parteitag Heidenheim
Kandidatur Marina Weisband
Bilder vom Fashmob
rbb-Interview mit Michael Hensel
Kandidatenseite Weller
Kandidatenseite Matz
Wahlprogramm Sven Weller
Wahlprogramm Ron Matz
Gründung RV Südbrandenburg
Zulassung der Kandidaten
Gründung RV Dahme-Oder-Spree
Landesparteitag in Frankfurt (Oder)
Freiheit statt Angst in Berlin
Bürgermeisterwahl in Brandenburg und Jüterbog
Detaillierte Aufgliederung OB und Bürgermeisterwahl
Wahl in Berlin
Berliner Wahlplakate
Dreijähriges Bestehen LV Brandenburg
Kalender der Brandenburger Piraten
Potsdamer Konferenz
rbb-Bericht Potsdamer Konferenz
Staatstrojaner (#0zapftis)
Näheres zum Staatstrojaner im Alternativlos-Podcast
Blogpost Schultrojaner
Piraten-Reden zum Schultrojaner im Berliner AGH (1, 2, 3, 4)
Bundesparteitag Offenbach
Poenix Bericht über den Bundesparteitag
Anträge an den Bundesparteitag
TOP42 Antragsverfahren
Klabautercast mit dem Thema Suchtpolitik
Ergänzungen und Korrekturen:
1) Die korrekte Adresse der Landesgeschäftsstelle ist: Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam (hatte fälschlicherweise 1-3 gesagt)
2) Der erwähnte Heiko besucht Stadtverordnetenversammlungen im Barnim und nicht in der Uckermark.
3) Ich wusste natürlich was der Chronotyp ist, ich hatte nur den Antrag nicht im Kopf. ;)
4) Es sind sicher noch weitere Fails enthalten, ihr könnt gern kommentieren. ;)
Tags: Piratenpartei · Podcast · Politik